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Tansania

13. Juli 2013 17:34    |    by Said El Batouty

Vereinigte Republik Tansania

Lage/Geographie
Tansania befindet sich in Ostafrika. Die Ostküste des Landes grenzt an den Indischen Ozean. Benachbarte Staaten im Süden, Westen und Norden sind Mosambik, Sambia, Malawia, Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda und Kenia. Im Norden erstreckt sich die Massai-Savanne, im Süden das Hochplateau. Zum Staatsgebiet gehören auch die Inseln Sansibar, Pemba und Mafia. Durch die Mitte des Landes verläuft der Ostafrikanische Graben, der riesige Krater und Vulkane in der Landschaft hinterlassen hat, darunter das Kilimandscharo-Massiv mit dem höchsten Berg Afrikas: der Kibo (5895 m). An den Landesgrenzen befinden sich drei der größten Seen des afrikanischen Kontinents: der Viktoriasee im Norden, der Tanganjikasee im Westen und der Malawisee im Süden. Im Nordwesten Tansanias liegt die Serengeti, die zu den berühmtesten Nationalparks in Afrika gehört.
Tansania liegt zwischen dem 1. und 12. Grad südlicher Breite.
Fläche: 945.087 km², hiervon entfallen auf die vorgelagerten Inseln Sansibar und Pemba 2.644 km².
Verwaltungsstruktur: 25 Regionen.

Hauptstadt
Dodoma

Einwohner
Bevölkerung: ca. 44,9 Millionen.
Auf Sansibar leben ca. 1,3 Millionen Einwohner.
Städte:
Dar Essalam (Regierungssitz) ca. 4,36 Millionen
Mwanza ca. 706.500
Arusha ca. 416.400
Dodoma (offizielle Hauptstadt) ca. 411.000
Mbeya ca. 385.300
Morogoro ca. 315.900
Tanga ca. 273.300
Sansibar City ca. 223.000

Sprache
In Tansania wird Kisuaheli gesprochen. Englisch ist wichtige Bildungs- und Verkehrssprache. Daneben spricht man Bantu-Dialekte und hamitische Mundarten sowie an der Küste Arabisch.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Stromspannung
240 V, 50 Hz; ein Adapter ist sinnvoll

Telefon
Landesvorwahl: +255
NOTRUF: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 112.

Internet
Länderkürzel: .tz
In den Großstädten gibt es in der Regel Internetcafés und Hotels, die Internetzugang anbieten. Aber auch in den ländlicheren Gebieten wird zunehmend Internetzugang angeboten, allerdings ist mit einer langsameren Verbindung zu rechnen.

Kleidung
Sommerkleidung aus gut waschbarem, atmungsaktivem Material wird das ganze Jahr über benötigt. Für die Abende empfehlen sich auch leichte Wollsachen. Das ganze Jahr über sollte man auf jeden Fall auch eine Regenjacke einpacken. Für Safaris sollte man feste Schuhe sowie Leinen- oder Khakikleidung dabeihaben. In Höhen über 1.000 m sollten immer auch Wollsachen mitgenommen werden. Bei Ausflügen auf Sansibar sollte auf dezente Kleidung geachtet werden (islamische Bevölkerung).

Visum/Einreise
Für die Einreise werden ein noch sechs Monate gültiger Reisepass, ein Visum sowie ein Rück- bzw. Weiterreiseticket benötigt. Das Visum kann bei der Einreise beantragt und ausgestellt werden. Es ist maximal drei Monate gültig.

Klimainformationen
Tansania hat durch die verschiedenen Landschaftsformen und Höhenlagen sehr unterschiedliche Klimabedingungen.
Die Küstenzone ist heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit (um 8 Uhr 83 Prozent, um 14 Uhr 71 Prozent im Jahresdurchschnitt). Die durchschnittlichen Tagestemperaturen betragen etwa 26,5 bis 30°C. Klimatisch am günstigsten sind die Monate Juni bis September, die Luftfeuchtigkeit ist niedrig und der Himmel fast wolkenlos. Kühle Winde wehen vom Meer her. Die Regenzeit erstreckt sich auf die Zeit von März bis Mai. Die heißeste Zeit des Jahres ist die Zeit zwischen Oktober und Februar. Die mittlere Jahrestemperatur in Daressalam beträgt etwa 26°C.
Das Zentralplateau, das etwa 1.200 m hoch liegt, hat stark schwankende Tagestemperaturen. Tagsüber ist es hier heiß und nachts sehr kühl.
Die Seengebiete haben eine höhere Luftfeuchtigkeit als das Zentralplateau und auch stärkere Regenfälle.
Die Zone zwischen Küstenebene und Zentralplateau, in den Usambara-Bergen, nordwestlich von Tanga und im Kilimanjaro-Gebiet hat ein gemäßigtes Klima. Während der kleinen Regenzeit von Oktober bis November ist es heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit, doch in der übrigen Zeit ist es angenehm, da die Luft meist kühl ist (ca. 22°C). In den Bergen kann es sehr kühl werden.
Das nördliche Küstengebiet sowie der Nordosten und Norden des Landes haben eine doppelte Regenzeit. Von März bis Mai die große Regenzeit, der die Trockenzeit folgt, und in den Monaten Oktober/November die kleine Regenzeit, der die kleine Trockenzeit von Dezember bis Februar folgt, die manchmal nur eine Abschwächung der Niederschläge bringt.
Zum Innern des Landes hin sowie nach Süden und Südwesten schrumpft diese doppelte Regenzeit zu einer einzigen zusammen, die von November/Dezember bis April dauert.
Sansibar und Pemba verzeichnen von April bis Mai starke Regenfälle, im November und Dezember schwächere. Die Temperaturen liegen bei 17-24°C bis ca. 32°C. Die kühlste und trockenste Periode liegt zwischen Juni und Oktober, wenn ständig Wind aus Südwesten weht.

Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Tansania hängt davon ab, ob man eine Safari ins Landesinnere oder einen Badeurlaub an der Küste des Indischen Ozeans plant. In jedem Fall sollte man die Regenzeiten von März bis Mai und um den November herum meiden. Für eine Safari eignet sich vor allem der Zeitraum von Januar bis März, für einen Badeurlaub sind alle Monate außerhalb der Regenzeit zu empfehlen.

Geld/Währung
Währungseinheit: Tansania-Schilling (TZS)
1 Tansania-Schilling = 100 Cents.
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 2300 TZS

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt, Bargeld in Euro oder USD wird empfohlen.
Einfuhr Landeswährung: nicht erlaubt.
Deklaration: Ja – bei Einfuhr von Fremdwährung.
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge. Für Einwohner von Tansania, Kenia, Uganda gelten andere Bestimmungen, Erlaubnis der Zentralbank erforderlich.
Ausfuhr Landeswährung: nicht erlaubt.
Internationale Kreditkarten: Ja – werden grundsätzlich in größeren Hotels akzeptiert.
Geldautomat: Ja – Das Abheben von Bargeld mit deutschen EC-Karten ist an den Geldautomaten nur noch selten möglich. Empfohlen wird deshalb die Mitnahme von (mehreren) Kreditkarten (VISA/MasterCard), mit denen eine Bargeldabhebung an den meisten Geldautomaten möglich ist.
Reiseschecks: Nein – Die Mitnahme von Reiseschecks wird nicht empfohlen.
Rücktausch: ist kaum möglich, daher immer nur die direkt benötigten Beträge umtauschen.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Schädelfunde, die anderthalb Millionen Jahre alt sind, gehören zu den frühesten Zeugnissen der Menschheit. Die frühe Besiedlung war am Rande der Serengeti.
Eine nachweisbare Historie beginnt damit, dass die Araber um 900 n.Chr. an der Küste eintrafen, eine eingeborene Bantu-Bevölkerung vorfanden, Städte gründeten und von dort einen regen Handel mit Arabien, Indien und China betrieben. Unter dem Einfluss der arabischen Kaufleute entwickelte sich mit den Bantus die Swahili-Kultur (“Sawahil” ist arabisch und bedeutet “Küstenbewohner”).
Im Jahre 1498 kam der Portugiese Vasco da Gama an die Küste, die nun für 200 Jahre unter portugiesische Herrschaft gestellt wurde. Dann erreichten die Araber wieder ihre führende Position und behaupteten sie, bis im 19. Jahrhundert erneut Europäer kamen. 1884 erwarb der deutsche Kolonialpolitiker Carl Peters größere Gebiete im heutigen Tansania und 1891 übernahm Deutschland die Hoheit über das ganze Gebiet, das von da an “Deutsch-Ostafrika” genannt wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Gebiet (das man “Tanganjika” nannte) zu Großbritannien, wurde aber 1961 unabhängig. Zusammen mit der seit 1963 unabhängigen Insel Sansibar gründete Tanganjika 1964 die “Vereinigte Republik Tansania”. Beide Länder brachten einige Silben aus ihren alten Namen in die neue Bezeichnung ein. 1992 erarbeitete man eine neue Verfassung zur Einführung der Demokratie. Heute ist das Land eine präsidiale Bundesrepublik mit einem Sonderstatus für Sansibar.

Religion
Rund 35 Prozent der Bewohner Tansanias sind Muslime. Der Islam ist vor allem im Norden und an der Küste sowie auf Sansibar verbreitet. Im Landesinneren gibt es auch zahlreiche Christen (ca. 30%). Der Rest der Bevölkerung sind Hindus und Anhänger der traditionellen afrikanischen Religionen.

Vegetation
Der Großteil Tansanias besteht aus Savannen und Halbwüsten. Lediglich in den Küstengebieten wachsen tropische Pflanzen und zum Teil Mangrovensümpfe. Rund um den Victoriasee wachsen üppige Wälder mit unter anderem Eukalyptusbäumen, Akazien und Platanen. Typisch für Tansania sind riesige Brachystegia-Bäume, die bis zu 15 Meter groß werden und vor allem im Westen und Süden vorkommen. An der Küste wachsen Mangobäume und Kokosnusspalmen.

Tierwelt
Tansania gilt als der wildreichste Staat Afrikas. Hier kann man alles aus der Tierwelt sehen, was man mit dem dunklen Erdteil verbindet: Löwen und Leoparden, Elefanten und Flusspferde, Büffel und Nashörner, Affen und Giraffen, Antilopen und Gazellen, Zebras und Strauße. Und natürlich auch viele Vogelarten. Um diese Tiere zu schützen, hat man in Tansania inzwischen zehn Nationalparks und sieben Wildschutzgebiete angelegt.

Kulinarisches
Maniok, Mais und Kochbananen gehören zu den Grundnahrungsmitteln. Rind- und Ziegenfleisch gibt es zu feierlichen Anlässen. Das tansanische Nationalgericht besteht aus Mais und Maniok mit einer Gemüsesoße und heißt “Ugali”. Auch der aus Indien stammende “Pilau” ist beliebt, Reis mit Fleisch und intensiven Gewürzen, zu denen auch Kardamom und Knoblauch gehören. Man verwendet außerdem viel Pfeffer, Nelken, Ingwer und – anstelle von Wasser – Kokosmilch. In der Küstenregion kennt man sehr gute Fischgerichte.
Als einheimisches Getränk wird im Norden Bananenbier (“pombe”) produziert. Der Zuckerrohrschnaps “Konyagi” ist extrem stark. Ansonsten wird meistens Wasser, Tee oder Fruchtsaft getrunken.

Weitere Informationen
www.tanzaniatouristboard.com

Botschaft der Vereinigten Republik Tansania
Eschenallee 11
14050 Berlin
Tel.: 030/ 30308020
Fax: 030/ 3030800
info@tanzania-gov.de

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