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Oman

14. Juli 2013 11:05    |    by Said El Batouty

Sultanat Oman

Lage/Geographie
Das Sultanat Oman grenzt im Norden an die Vereinigten Arabischen Emirate (sowie mit seiner nördlichen Exklave auf der Halbinsel Musandam an die Straße von Hormuz), im Osten an den Golf von Oman, im Westen an Saudi-Arabien und im Süden an die Republik Jemen.
Fläche: ca. 309.500 km².
Verwaltungsstruktur: 5 Regionen „Mintaqah“ (Al-Dakhiliyah, Al-Batinah, Al-Wusta, Al-Sharquiyah, Al-Dhahirah), 4 Verwaltungsbezirke „Muhafazah“ (Al-Buraimi, Maskat, Musandam, Dhofar) und 62 Distrikte „Wilayah“.

Hauptstadt
Maskat

Einwohner
Bevölkerung: ca. 3,2 Millionen (davon ca. 2 Millionen Omani)
Städte:
Maskat (Hauptstadt, ca. 20.000) bildet mit Muttrah (ca. 150.100), Ruwi, Medinat Qaboos, Al Khuwair einen Siedlungskomplex mit ca. 775.900 Einwohnern (Capital Area)
As-Sib ca. 299.800
Bawshar ca. 189.600
Salalah ca. 150.100
Sohar ca. 128.500
Ibri ca. 113.200
Saham ca. 107.000
Buraimi ca. 101.400
Barka ca. 97.600
Rustaq ca. 97.900
Sur ca. 91.400
Nizwa ca. 89.200

Sprache
Im Sultanat Oman wird Arabisch gesprochen, vereinzelt auch Swahili, Farsi und Urdu. Im Geschäftsverkehr wird überwiegend Englisch benutzt.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +2 Stunden.

Stromspannung
220/240 V, 50 Hz; ein Adapter ist sinnvoll

Telefon
Landesvorwahl:+968
NOTRUF: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999 und 112.

Internet
Länderkürzel: .om
In den Ballungszentren ist die Internetversorgung in der Regel gut. Am besten surft es sich mit einem Prepaid Stick.

Kleidung
Für die heißen Monate sollte man leichte Sommerkleidung mitnehmen. Diese sollte jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein. Für die kälteren Monate von November bis März sollte man auch leichte Wollsachen dabeihaben, da es in den Abendstunden recht kühl wird. Außerdem sollte man zu jeder Jahreszeit eine gute Sonnenbrille und bequeme Schuhe dabeihaben. Für Nächte in der Wüste sollte man immer auch warme Pullover mitnehmen.
Bade- und Strandkleidung bitte nur am Strand oder am Swimmingpool tragen (omanische Frauen baden vollständig bekleidet). Weibliche Reisende sollten außerdem immer auf dezente Kleidung achten, die Beine und Oberarme bedeckt (dies gilt besonders für Ausflüge ins Landesinnere). Herren sollten keine kurzen Hosen tragen.

Visum/Einreise
Sowohl Reisepass als auch Visum werden für die Einreise benötigt. Darüber hinaus ist ein Rückreiseticket erforderlich. Ein Visum für einen einmonatigen Aufenthalt erhält man an den Grenzübergängen bzw. Flughäfen.

Wetter/Klimainformationen
Das Klima Omans ist geprägt von Passatwinden und Ausläufern des indischen Monsuns. In den nördlichen Küstengebieten ist es daher feucht und heiß mit Temperaturen, die im Sommer über 40 Grad erreichen und auch nachts zum Teil nicht unter 30 Grad sinken. Vor allem im Sommer werden durch den heißen Wind sehr hohe Temperaturen erreicht. Es regnet selten und wenn, dann wolkenbruchartig zwischen Dezember und März. Am Gebirgsrand ist das Klima vergleichsweise gemäßigt. In den Wüsten können die Temperaturen auf über 50 Grad steigen. Im Süden ist das Klima durch den Monsuneinfluss eher tropisch, feucht und warm, vor allem von Juli bis September regnet es häufig.

Beste Reisezeit
Als beste Reisezeit für den Oman gilt Oktober bis März. An der Küste kann wegen der starken Strömung nur im Winter gebadet werden. Außerdem sind die Temperaturen im Winter erträglicher.

Geld/Währung
Währungseinheit: Omani Rial (OMR)
1 Omani Rial = 1.000 Baizas
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 0,46 OMR

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; die Einfuhr israelischer Landeswährung ist verboten.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja – bei der Einfuhr von Fremdwährung.
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Internationale Kreditkarten: Ja – werden von den großen Hotels, Autovermietern und größeren Reisebüros akzeptiert.
Geldautomat: Ja – In Maskat und Salalah gibt es Geldautomaten.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Der Oman war schon im zwölften Jahrhundert v. Chr. besiedelt. Schon vor dem zweiten Jahrhundert v. Chr. gab es Handelsbeziehungen zwischen dem Reich Sumer und dem Oman. Sumerische Tafeln berichten von einem Kupferland “Magan”, mit dem vermutlich der Oman gemeint war.
Die ersten Araber kamen um die Jahrtausendwende in den Oman. Die Batinah-Region war schon damals hochkultiviert und wurde im vierten Jahrhundert n.Chr. durch ein Bewässerungssystem noch wohlhabender. Das 7. bis 15. Jahrhundert war die Blütezeit des Seehandels, vor allem mit Persien, Indien und Südostasien. Im Jahre 1507 wurde die Hauptstadt des Oman, Maskat, von den Portugiesen eingenommen und erst Mitte des 17. Jahrhunderts konnte der Oman zurückerobert werden. Der Oman wurde ein reicher Staat mit Kronkolonien in Ostafrika; auch Sansibar gehörte zum Omanischen Sultanat. Der Wohlstand und Einfluss des Omans ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.
Die heutige Staatsform ist das Sultanat, an dessen Spitze der Sultan steht. Von diesem werden die Mitglieder des Konsultativ- und Staatsrates ernannt.

Religion
Staatsreligion ist der Islam, rund 75 Prozent sind islamische Ibaditen. Der Rest der Bevölkerung sind Hindus, Sunniten und Schiiten. Etwa 2,5 Prozent sind eingewanderte Christen.

Vegetation
Das Landesinnere besteht zum Großteil aus vegetationslosen Wüsten oder Halbwüsten mit Trockengräsern, -sträuchern und Dattelpalmen. Die Gebirge sind hingegen bewaldet, hier wachsen unter anderem Maulbeerfeigen, Akazien und Jasmin, in tieferen Lagen auch Ölbäume oder Zedern.

Tierwelt
Dromedare kommen im Oman häufig vor, daneben zahlreiche Vogelarten und Zugvögel. An den Stränden sind oft Meeresschildkröten zu beobachten, außerdem gibt es im Oman das seltene Schwarze Stachelschwein.

Kulinarisches
Die Küche des Oman ist vor allem arabisch geprägt. Typisch sind starke Gewürze wie Zimt, Safran, Kardamom oder Nelken. Datteln und Pistazien werden ebenfalls häufig gegessen. Als Beilage gibt es meist Reis, dazu mariniertes Hühnchen oder Fisch. Zu den Spezialitäten gehören zum Beispiel Shuwa, ein Fleischgericht, das über zwei Tage in Erdöfen gegart wird, oder frittierte Mehlbällchen mit Kardamom. Eine typische Süßspeise ist Halwa, ein gelatineartiges Gericht aus Zucker, Eiern, Honig und Gewürzen. Der Kaffee ist oft mit Kardamom gewürzt, typisch sind auch Joghurtgetränke oder Laban, eine salzige Buttermilch.

Weitere Informationen
www.omantourism.de

Botschaft des Sultanats Oman
Clayallee 82
14195 Berlin
Tel.: 030/ 81005196
Fax: 030/ 81005197
E-Mail: berlin@mofa.gov.om

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