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Namibia

13. Juli 2013 18:12    |    by Said El Batouty

Republik Namibia

Lage/Geographie
Namibia liegt in Südwestafrika am Atlantik. Nachbarstaaten sind Angola, Sambia, Botswana und Südafrika, die meisten Grenzen bilden Flüsse wie etwa der Orange River. Am gesamten Küstenstreifen entlang erstrecken sich die Dünen die Namib-Wüste. Im Nordwesten befinden sich die Kaokoveld-Berge, im Landesinneren die sogenannte Etoscha-Pfanne, ein riesiger, ausgetrockneter Salzsee.

Fläche: 824.292 km².
Verwaltungsstruktur: 13 Regionen (Erongo, Hardap, Karas, Kavango, Khomas, Kunene, Liambezi (Caprivi), Ohangwena, Omaheke, Omusati, Oshana, Oshikoto, Otjozondjupa).

Hauptstadt
Windhoek (Windhuk)

Einwohner
Bevölkerung: ca. 2,1 Millionen.
Städte:
Windhoek (Hauptstadt) ca. 322.500
Rundu 61.900
Walvis Bay ca. 61.300
Swakopmund 44.700
Oshakati 35.600
Tsumeb ca. 19.200
Keetmanshoop ca. 18.900

Sprache
Offizielle Amtssprache Namibias ist Englisch. Es werden außerdem noch Afrikaans, Deutsch und zahlreiche Dialekte gesprochen.

Zeitverschiebung
Während der namibischen Sommerzeit (erster Sonntag im September bis ersten Sonntag im April): Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.
Während der europäischen Sommerzeit (letzter Sonntag im März bis letzten Sonntag im Oktober): Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 Stunde.
Zeitgleichheit besteht nur in den Zeiten des jeweiligen Übergangs.

Stromspannung
220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
In Namibia sind meist dreipolige Stecker in Gebrauch. Adapter sind vor Ort erhältlich.

Telefon
Landesvorwahl: +264
NOTRUF: Polizei 10111, Ambulanz 211111 oder 112 aus Telefonzelle.

Internet
Länderkürzel: .na
In den Lodges und Hotels gibt es in der Regel Internetzugang, in den meisten Ortschaften finden sich auch Internetcafés.

Kleidung
Das ganze Jahr über sollte man Sommerkleidung mitnehmen. Für die Abende und Nächte sollten, man aber auch zusätzlich warme Kleidungsstücke dabeihaben. In den Monaten Dezember und Januar, also im Sommer, muss auch entlang der Küste mit kühleren Temperaturen gerechnet werden. Deshalb sollte man, plant man einen Aufenthalt an der Küste, auch zusätzlich warme Kleidung mitnehmen. Gute Sonnenbrillen sind unerlässlich.

Visum/Einreise
Als Touristen visumfrei für 90 Tage pro Kalenderjahr. Notwendig sind: 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültiger Reisepass (mindestens noch zwei freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel), bestätigte Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere und ausreichende Geldmittel.

Wetter/Klimainformationen
Das Klima in Namibia ist sehr unterschiedlich, je nachdem, welche Region man bereist. In der Namib-Wüste regnet es sehr selten, selbst im Winter ist es durchschnittlich um die 25 Grad warm, nachts kann die Temperatur jedoch bis auf den Gefrierpunkt abkühlen. Die heißesten Monate sind Dezember und Januar. In der Kalahari-Wüste ist das Klima ähnlich, es regnet nur etwas häufiger. Im Binnenhochland Namibias sind die Temperaturen tagsüber etwas weniger heiß. Im Caprivi-Streifen im Nordosten des Landes gibt es indes oft Regen, die Luftfeuchtigkeit ist recht hoch. Das Klima an der Atlantikküste ist viel kühler und durch den kalten Benguela-Strom oft neblig. Der Großteil Namibias liegt im Sommerregengebiet, hier regnet es zwischen November und April oft und stark. Der äußerste Süden gehört zum Winterregengebiet, hier regnet es – wenn überhaupt – im Juni oder Juli. Generell regnet es im Süden aber weniger als im Norden, zum Teil gibt es jahrelange Trockenperioden.

Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit ist der namibische Winter. Zwischen April und November ist es tagsüber nicht zu heiß und es ist mit wenig Niederschlag zu rechnen. Außerdem kann man in dieser Zeit die Tierwelt Namibias besser beobachten, da die Vegetation weniger stark ist und die Tiere aufgrund des mangelnden Regens zu den Wasserlöchern kommen.

Geld/Währung
Währungseinheit: Namibischer Dollar (NAD)
1 Namibischer Dollar = 100 Cents.
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 16 NAD

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: bis zu 2.000 NAD
Deklaration: Ja – bei der Einfuhr von Fremdenwährung inklusive Reiseschecks.
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: bis zu 2.000 NAD
Internationale Kreditkarten: Ja werden in den meisten Hotels, Restaurants und Geschäften in den Städten akzeptiert.
Geldautomat: Ja – in Städten kann an Automaten vieler Banken mit Girocard und Kreditkarten Geld abgehoben werden.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Erst im zehnten Jahrhundert wurde die Existenz des südlichen Afrikas der europäischen Welt bewusst. Im 15. Jahrhundert entdeckte Bartholomeu Diaz bei der Erkundung neuer Handelsrouten die südlichste Spitze Afrikas. Missionare und Kaufleute aus Europa siedelten sich in den folgenden Jahrhunderten an den Küsten an. Erst Mitte des 19. Jahrhundert drangen die ersten Forscher ins Innere Afrikas, darunter David Livingston und Henry Morton Stanley. Es folgten im gesamten südlichen Afrika europäische Siedler, die im Rahmen der Unabhängigkeit der Länder des südlichen Afrikas nur ungern ihre Herrschaft aufgaben. Namibia war bis zuletzt südafrikanische Provinz und gelangte erst 1990 zur Unabhängigkeit. In Namibia findet man aus der deutschen Kolonialzeit noch starke Spuren, besonders in Windhoek, Swakopmund und Lüderitz. Auch die deutsche Sprache und deutsches Brauchtum sind weit verbreitet.
Staatsform ist eine parlamentarische Demokratie.

Religion
Der größte Teil der Bevölkerung sind Christen, und zwar 62 Prozent Protestanten und 20 Prozent Katholiken. Naturreligionen haben eine große Anhängerschaft, oft auch unter den Christen.

Vegetation
Um den Affenbrotbaum ranken sich viele Legenden. Auf 4.000 Jahre und mehr wird das Alter einiger Exemplare geschätzt. Sie wachsen sehr langsam und können bis zu neun Meter Durchmesser und einen Umfang von 45 Metern erreichen. Der Affenbrotbaum hat relativ dünne Äste und sieht für unsere Augen sehr ungewöhnlich, fast wie ein umgedrehter Baum aus. Das Fruchtfleisch der Baobab-Früchte ist sehr vitaminreich und kann als Getränk genossen werden oder als Getreide-Ersatz zum Brotbacken. Die Samen ergeben einen Kaffee-Ersatz. Die Blätter helfen gegen Durchfall und Fieber und ein Alkaloid der Samen wird als Pfeilgift verwendet.

Tierwelt
Im Etoscha-Tierreservat, dem Gras- und Buschland rund um die Etoscha-Pfanne, leben zahlreiche Tiere. Das Reservat zählt zu den schönsten Afrikas und ist fast völlig unberührt. Namibia ist Lebensraum für zahlreiche typisch afrikanische Tiere wie Elefanten, Zebras, Gnus, Giraffen, Antilopen, Flusspferde etc. Die meisten Arten leben im Norden, wo es etwas mehr Regen gibt. Auch Flamingos und Pelikane sind in Namibia beheimatet, wie auch das vom Aussterben bedrohte Spitzmaulnashorn.

Kulinarisches
Die Küche in Namibia ist von afrikanischen und europäischen (vor allem deutschen) Einflüssen geprägt. Zum Beispiel gilt beim Bierbrauen das deutsche Reinheitsgebot. Grundnahrungsmittel ist Maismehl, das oft als Polenta zubereitet wird. Auch Fleisch wird häufig gegessen, vegetarische Gerichte sind kaum verbreitet. Neben Rind und Lamm wird auch exotischeres Fleisch verspeist, zum Beispiel vom Zebra oder von der Antilope oder auch vom Krokodil oder Strauß. Typische Getränke sind neben dem Bier auch Rooibusch Tee oder Cider.

Weitere Informationen
www.namibia-tourism.com

Botschaft der Republik Namibia
Reichsstraße 17
Charlottenburg
14052 Berlin
Tel.: 030/ 25409555
Fax: 030/ 2540950
E-Mail: info@namibia-botschaft.de

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