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Kenia

13. Juli 2013 12:50    |    by Said El Batouty

Republik Kenia

Lage/Geographie
Kenia ist ein Land in Ostafrika, das an Somalia, Äthiopien, den Sudan, Uganda Tansania sowie im Südosten an den Indischen Ozean grenzt.
Landschaftlich ist Kenia in vier Regionen unterteilt: Wüstenlandschaft im Norden, Savanne im Süden und fruchtbare Ebenen an der Küste und an den Ufern des Victoria-Sees.
Fläche: 580.367 km².
Verwaltungsstruktur: 7 Provinzen und der Hauptstadt-Distrikt.

Hauptstadt
Nairobi

Einwohner
Bevölkerung: ca. 38,6 Millionen.
Städte: Nairobi (Hauptstadt) ca. 3,1 Millionen, Mombasa ca. 915.100, Nakuru ca. 286.400, Kisumu ca. 259,300, Eldoret ca. 252.100, Ruiru ca. 237.000, Kikuyu ca. 190.200, Thika ca. 136.600, Mavoko ca. 110.400, Garissa 110.400, Ngong 104.100.

Sprache
Die Amtssprachen Kenias sind Swahili und Englisch. Daneben werden noch über 30 weitere Sprachen gesprochen (z.B. Kikuyu, Luhya und Luo).

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden.
Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde.

Stromspannung
220/240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.
Die Mitnahme eines Adapters ist zu empfehlen (dreipolige Stecker). Vor Ort ist er ebenso erhältlich.

Telefon
Landesvorwahl: +254
NOTRUF: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999

Internet
Länderkürzel: .ke
Seit einigen Jahren breiten sich immer mehr Unternehmen, auch IT-Firmen, in Kenia aus. Eine Folge davon ist die verbesserte und schnellere Internetverbindung. Netzqualität und Verfügbarkeit hängen von der Region ab, in den Touristenregionen ist beides in der Regel gut.

Kleidung
Im Hochland ist in der Regel Sommerkleidung angebracht. Einen Pullover oder eine Jacke sollte man jedoch für den Morgen und die Abende sowie die kalten Monate unbedingt dabeihaben. An der Küste benötigt man leichte Sommerkleidung. Für klimatisierte Räume und die Abende auch wärmere Kleidungsstücke. In den Hotels wird zur Abendmahlzeit auf korrekte Kleidung Wert gelegt. Außerhalb der Städte ist die Kleidung ungezwungen. FKK und Oben-ohne-Sonnenbaden ist gesetzlich verboten. Für Foto-Safaris sollte man festes Schuhwerk und bequeme Kleidung in gedeckten Farben mitführen.

Visum/Einreise
Für die Einreise nach Kenia werden ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass sowie ein Rückreiseticket benötigt, ein Visum ist nicht erforderlich. Ein drei Monate gültiges Visum erhält man direkt am Flughafen, empfohlen wird jedoch, es im Voraus zu beantragen.

Wetter/Klimainformationen
Es werden im Allgemeinen drei Klimazonen Kenias unterschieden:
Im Hochland Kenias, das ab einer Höhe von circa 1.800 m beginnt, ist von April bis Juni und von Oktober bis November Regenzeit. Zu dieser Zeit regnet es dann meist nachts, am Nachmittag oder Abend. Die Nächte sind kühl. Die kältesten Monate dieser Region sind Juli und August, in denen im Durchschnitt Temperaturen von 10°C gemessen werden. Die wärmsten Monate sind Januar und Februar. So betragen die in dieser Zeit gemessenen Höchsttemperaturen etwa 25/26°C, die Luftfeuchtigkeit liegt mit 65 Prozent im gut verträglichen Bereich.
Am Victoria-See werden dagegen meist höhere Temperaturen gemessen, und es fällt auch mehr Regen. Das doch eher gemäßigte Klima macht den Aufenthalt im Hochland angenehm.
An der Küste, zum Beispiel in Mombasa, schwanken die Temperaturen zwischen 22 und 32°C, die mittlere Luftfeuchtigkeit beträgt 75 Prozent. Die Monate mit den häufigsten Regenfällen sind April bis Juni. Die trockensten und wärmsten Monate sind Januar und Februar, die kühlsten Monate Juli und August.

Beste Reisezeit
Als beste Reisezeiten für Kenia gelten allgemein Dezember bis März und Juli bis Oktober, das Hochland eher nur zwischen Dezember und März, da ansonsten mit Regen zu rechnen ist. Die Küste lässt sich das gesamte Jahr über gut bereisen, etwas regnerisch ist es lediglich im April und Mai. Der Norden und die niedrigen Höhenlagen haben das ganze Jahr über ein angenehm sonniges und regenarmes Klima.

Geld/Währung
Währungseinheit: Kenianischer Schilling (KES)
1 Kenianischer Schilling = 100 Cents
20 Kenia-Schilling werden auch als “Kenia-Pfund” bezeichnet.
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 112 KES

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja – bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- und Landeswährung im Gegenwert von über 5.000 USD (mit Nachweis der Herkunft des Geldes und des Verwendungszwecks).
Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Internationale Kreditkarten: Ja – werden in größeren Hotels, Geschäften, bei Safari-Veranstaltern und bei Autovermietern in der Regel akzeptiert.
Geldautomat: Ja – an einigen Geldautomaten kann mit der Kreditkarte Geld abgehoben werden. An sehr wenigen Geldautomaten ist dies auch mit der Girocard (Maestro) möglich.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Das Land war bereits vor zwei bis drei Millionen Jahren bewohnt. Im ersten Jahrhundert lebten vermutlich arabische Händler an der Küste, vom zweiten bis achten Jahrhundert kamen islamische Religionsflüchtlinge ins Land und brachten den Islam nach Kenia. Vom 16. bis 18. Jahrhundert erfolgte die Kolonialisierung durch die Portugiesen. 1887 besetzte die britische Ostafrika-Kompanie die Küste. 1895 kam das ganze Land unter britische Kolonialverwaltung, 1902 wurde Kenia Kronkolonie. Der Gouverneur und die hohen Verwaltungsbeamten wurden von London aus eingesetzt. Bereits vor 1900 und verstärkt nach dem Zweiten Weltkrieg ließen sich weiße Kolonisten in den fruchtbaren Gebieten in der Nähe von Nairobi nieder. Ein Großteil des Hochlandes war für die weitere Besiedlung durch Weiße reserviert. Die Regierung begünstigte die weiße Minderheit. Widerstand dagegen leisteten unter anderem auch die Kikuyu unter ihrem Führer Jomo Kenyatta im legendären Mau-Mau-Aufstand, der zwar von den Briten niedergeschlagen wurde, 1957 aber doch zu Reformen führte. Afrikaner wurden an der Regierung beteiligt und auf die Unabhängigkeit vorbereitet. Im Dezember 1963 wurde Kenia in die Unabhängigkeit entlassen. Trotz der Ängste vieler weißer Siedler stellte sich die Herrschaft der Afrikaner als gemäßigt, pro-westlich und progressiv dar. 1964 wurde Kenia Republik und Kenyatta der erste Präsident. In seinem Todesjahr 1978 wurde Kenyatta der Titel Mzee (weiser alter Mann) verliehen. Nach Kenyattas Tod wurde Vizepräsident Daniel arap Moi der neue Präsident. Im Laufe der 1980er Jahre geriet die Regierung wegen restriktiver Maßnahmen, wie etwa der Einführung eines Einparteienstaates (mit Kenya African National Union (KANU) als Staatspartei) und der Inhaftierung politischer Gegner, immer mehr in die Kritik. Ende 1991 wurde die internationale Wirtschaftshilfe für Kenia zum Teil eingestellt. 1992 kam es zu den ersten Mehrparteienwahlen seit 26 Jahren, bei denen sämtliche Parteien Stammesloyalitäten in den Vordergrund gerückt hatten. Das Auseinanderbrechen der Opposition noch vor der Wahl verhalf Moi dazu, erneut Präsident zu werden. Ebenso gelang ihm dies bei der Wahl im Jahr 1997. Erst 2002 trat als neuer Präsident Mwai Kibaki an die Spitze des Staates, der ebenso 2007 die Wahl gewinnen konnte.

Religion
Rund 70 Prozent der Einwohner Kenias sind Christen (26,5 Prozent Anglikaner, 26,4 Prozent Katholiken, 2,5 Prozent Orthodoxe), 20 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (sunnitische Muslime) und 10 Prozent Anhänger von Naturreligionen. Außerdem gibt es jüdische und hinduistische Minderheiten.

Vegetation
In Kenia gibt es zahlreiche Nationalparks, der bekannteste ist der Tsavo-Nationalpark. Große Teile des Landes bestehen aus Wüsten.
In den Küstenwäldern finden sich Palmen, Mangroven, Teakbäume und Sandelholzbäume. In den Gebieten bis zu einer Höhe von etwa 900 Metern kommen Affenbrotbäume, Euphorbien und Akazien vor. Typisch für die Vegetation in Höhenlagen zwischen 900 und 2.700 Metern sind weiträumige Savannen (Grasländer). Zu den wichtigsten Arten im dichten Regenwald gehören Kampferbäume und Bambus.

Tierwelt
Die Tierwelt in Kenia ist groß, auf Safaris durch die Parks kann man Strauße, Giraffen, Elefanten, Nashörner, Zebras, Löwen und andere exotische Tiere entdecken. Im nördlichen Teil der Serengeti, der Masai Mara, kann man vor allem im Juli und August große Herdenwanderungen beobachten.
Kenia hat eine artenreiche Vogelwelt, und man kann Reptilien, wie Krokodile, Pythons und Kobras beobachten.

Kulinarisches
An der Küste und den Binnengewässern steht Fisch ganz oben auf der Speisekarte. Besonders schmackhaft werden Hummer und Garnelen zubereitet. Am Viktoriasee bieten sich Köstlichkeiten an wie der Nilbarsch und der Tilapia, eine Barschart. Die Küche der Küste ist auch die abwechslungsreichste ganz Kenias. Die indischen und arabischen Einflüsse sind z.B. in den scharf gewürzten Curries (eintopfartige Gerichte) zu schmecken. In den Städten und auf dem Land werden an Ständen kleine Imbisse wie gegrillte Maiskolben oder Fleischspieße verkauft. Beliebt sind auch mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen (Sambusas bzw. Samosas) und Fleischgerichte aus Rind-, Hühner-, und Lammfleisch sowie Wild (Zebra, Impala, Strauß). Mandazis ist ein Krapfen ähnliches Gebäck, das von den Kenianern gern zum Frühstück gegessen wird. Tee und Kaffee werden im Land erzeugt und überall meist gesüßt angeboten. Beliebtestes alkoholisches Getränk ist das Bier.

Weitere Informationen
www.magical-kenya.de

Botschaft der Republik Kenia
Markgrafenstraße 63
10969 Berlin
Tel.: 030/ 25926650
Fax: 030/ 2592660
office@embassy-of-kenya.de

Ministry of Tourism and Wildlife Office
Utalii House, Off Uhuru Highway
Nairobi/Kenia
Tel.: +254 20 318045
Fax: +254 20 333555
info@tourism.go.ke

Kenya Tourist Board (KTB)
Kenya-Re Towers, Ragati Road
Nairobi/Kenia
Tel.: +254 20 2719925
Fax: +254 20 2749000
info@kenyatourism.org

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