Israel

14. Juli 2013 10:22    |    by Said El Batouty

Staat Israel

Lage/Geographie
Israel liegt am östlichen Ende des Mittelmeeres. Es grenzt im Norden an Libanon und Syrien, im Osten an Jordanien, im Südwesten und Süden an Ägypten, mit der südlichsten Spitze an den Golf von Aqaba am Roten Meer und im Westen mit einer 188 km langen Küste an das Mittelmeer.
Die Palästinensischen Autonomie-Gebiete befinden sich im Gaza-Streifen sowie im Westjordanland.
Fläche: 21.946 km².
Verwaltungsstruktur: 6 Distrikte; Gebiete mit palästinensischer Teilautonomie (Westjordanland und Gaza).

Einwohner
Bevölkerung: 7,8 Millionen.
Städte: Jerusalem ca. 804.400, Tel Aviv-Jaffa ca. 404.800, Haifa ca. 270.300, Rischon LeZion ca. 232.400, Ashdod ca. 212.300, Petah-Tiqwa ca. 210.400, Beer Sheva ca. 196.300, Netanya ca. 189.700, Holon ca. 182.600. Nazareth ca. 73.700.

Sprache
Die Amtssprachen Israels sind Hebräisch und Arabisch. Daneben werden vor allem Englisch, aber auch zahlreiche andere Sprachen wie Russisch und Französisch gesprochen.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde im Sommer, +2 Stunden im Winter.
Auch Israel hat mit einigen Tagen/Wochen Unterschied von März/April bis Ende August/September Sommerzeit (der Beginn, die Dauer, das Ende der Sommerzeit wechseln von Jahr zu Jahr – abhängig von Feiertagen, die in jedem Jahr neu festgelegt werden).

Stromspannung
220 V, 50 Hz; ein Reiseadapter ratsam

Telefon
Landesvorwahl: +972
NOTRUF: Polizei 100, Unfallrettung 101, Feuerwehr 102

Internet
Länderkürzel: .il
Israel ist im Nahen Osten eines der Länder mit der besten Breitbandabdeckung. Dennoch hängt die Verfügbarkeit natürlich von der Region ab.

Kleidung
Für die Sommermonate sollte man leichte Sommerkleidung, Strandkleidung, Schwimmzeug, eine gute Sonnenbrille und Sandalen mitnehmen. Für kühle Abende in Gebirgsgegenden ist warme Bekleidung notwendig. Auf Rundfahrten und Ausflügen sind bequeme, zwanglose Kleidung und flache, geschlossene Schuhe angebracht.
Im Frühjahr und Herbst ist leichte Übergangskleidung ausreichend. Für die Wintermonate empfiehlt es sich, auch etwas wärmere Kleidung einzupacken.
Angemessene Kleidung ist bei einem Besuch der heiligen Stätten erforderlich. So sollten Männer dort nie mit freiem Oberkörper oder in kurzen Hosen herumlaufen. Tief ausgeschnittene oder ärmellose Tops sowie Miniröcke oder Shorts sind für Frauen unpassend.

Visum/Einreise
Für die Einreise nach Israel benötigen Sie einen Reisepass der nach Beendigung der Reise noch 6 Monate gültig sein muss und Rück- oder Weiterreiseticket.
Vor 1928 geborene Reiseteilnehmer benötigen ein Visum zur Einreise. Dieses erhalten Sie bei den jeweiligen Botschaften Ihres Heimatlandes.

Achtung: Kinder benötigen seit dem 26. Juni 2012 einen eigenen Reisepass mit Lichtbild. Alleinreisende Personen unter 16 Jahren oder in Begleitung nur eines Elternteils benötigen dazu noch eine Vollmacht beider Elternteile bzw. des nicht mitreisenden Erziehungsberechtigten Elternteils.

Wenn Sie in ihren Reisepass einen Stempel arabischer Länder haben, ist die Einreise nach Israel kein Problem. Jedoch wird Ihnen mit einen Stempel Israels die Einreise in arabische Länder (mit Ausnahme von Ägypten und Jordanien) verweigert.
Es empfiehlt sich daher den Einreisestempel Israels in ein gesondertes Beiblatt geben zu lassen.

Wetter/Klimainformationen
Je nach Region ist das Klima in Israel von der Nähe zum Mittelmeer oder der Sahara bzw. den arabischen Wüsten geprägt. Im Norden ist es eher gemäßigt, die Winter können kühl und regnerisch sein. Im Süden ist es heiß, an der Mittelmeerküste herrscht subtropisches Mittelmeerklima mit hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer. Im kältesten Monat Januar sinkt die Temperatur auf unter 10 Grad, am wärmsten ist es im Juli und August mit Temperaturen um die 30 Grad.

Beste Reisezeit
Für einen Badeurlaub bereist man Israel am besten zwischen Mai und Oktober. Wem es im Sommer zu heiß wird oder wer eher einen Städtetrip plant, für den sind Frühjahr oder Herbst bessere Reisezeitpunkte. Zu Beginn und am Ende des Sommers kann es aufgrund der Wüstenwinde sehr heiß werden.

Geld/Währung
Währungseinheit: Neuer Israelischer Schekel (NIS)
1 Neuer Israelischer Schekel = 100 Agorot
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 4,7 NIS

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Für Einwohner Israels gelten andere Bestimmungen.
Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt
Deklaration: Ja – bei Ein- und Ausfuhr von Landeswährung und Devisen (Bargeld, Bank- und Reiseschecks) ab einem Wert bzw. Gegenwert von 80.000 Schekel. Das dafür notwendige Formular ist an den Grenzstellen erhältlich.
Ausfuhr Landeswährung: nach Beantragung bei israelischer Bank vor dem Abflug unbeschränkt (nur geringe Beträge empfohlen, Kursverluste).
Internationale Kreditkarten: Ja – werden in größeren Hotels, zahlreichen Geschäften und bei größeren Autovermietern akzeptiert.
Geldautomat: Ja – mit Kreditkarten; an einigen Geldautomaten wird auch die Giro Card akzeptiert.
Reiseschecks: Ja – in Euro oder in USD
Rücktausch: bis zu einem Gegenwert von 500 USD pro Reisepass bei der Ausreise am Flughafen Ben Gurion problemlos möglich. Größere Summen nur gegen Vorlage von Bankquittungen (über den ursprünglichen Umtausch).

Land und Leute
Geschichte/Politik
Die Lage Palästinas als Landbrücke im Schnittpunkt bedeutender Verkehrsrouten zwischen Asien, Europa und Afrika ist die Hauptursache dafür, dass dieses Land zu den ältesten Kulturgebieten der Erde gehört und eine so wechselvolle Geschichte erlebte.
Die Geschichte Palästinas ist nur zu einem geringen Teil identisch mit der Geschichte der Juden. Nach der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahre 70 durch die Römer kann man zunächst nur über einzelne jüdische Siedlungen sprechen, die außerhalb Palästinas lagen oder noch heute liegen. Es gab große jüdische Gemeinden in fast allen Ländern Europas. Noch heute leben sechs Millionen Juden in den USA, während zeitweise nur 10.000 Juden in Palästina ansässig waren.
In Palästina wurden die Geschicke in den letzten zwei Jahrtausenden von den jeweils den Nahen Osten beherrschenden Großmächten bestimmt. Von der Geschichte eines jüdischen Staates kann erst wieder ab 1948 gesprochen werden, als die zu dieser Zeit in Palästina lebenden Juden unter David Ben Gurion den “Staat Israel” in dem überwiegend von Arabern bewohnten Palästina ausriefen.
In den folgenden Jahren gab es immer wieder Kriege zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn: der Sinai-Feldzug, der Sechs-Tage-Krieg oder der Jom-Kippur-Krieg. Auch innenpolitisch hatte Israel immer wieder mit der Organisation der Palästinenser, der PLO, zu kämpfen. In den 1990er Jahren kam ein Friedensprozess mit den Palästinensern in Gang, in dessen Zuge Teilautonomieabkommen für palästinensische Gebiete geschlossen wurden. Der Status Jerusalems bleibt jedoch immer wieder ein Konfliktpunkt, an dem alle Lösungen scheitern. Unterbrochen wird der Friedensprozess durch immer wieder aufflammende Gewalt auf beiden Seiten. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den Gazastreifen.

Religion
Ca. 80 Prozent der Bevölkerung Israels sind Juden, ca. 20 Prozent sind Moslems. Die ca. 8,5 Prozent Christen sind meist arabischer Herkunft. Kleinere Religionsgemeinschaften in Israel sind die Drusen mit ca. 8,5 Prozent der Bevölkerung sowie die Anhänger der Baha’i.
Israel bezeichnet sich als jüdischen Staat, der jedoch verfassungsmäßig alle Religionen toleriert und allen Menschen freien Zugang zu religiösen Heiligtümern ermöglicht.
Das Judentum basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen. Die “Thora” sind die fünf Bücher Mose, die in einem Schrein in jeder Synagoge aufbewahrt werden. Der “Talmud” enthält Lehrsätze und Kommentare zur Thora. An der Spitze der Religion stehen Rabbiner. Im Ober-Rabbinat sitzt je ein Vertreter der Aschkenasi (Juden europäischer Herkunft) und der Sephardim (Juden orientalischer Herkunft).

Vegetation
Die Vegetation ist gemäß den geographischen Regionen (Küstenebene, galiläische Berge, judäisches Bergland, Jordan-Senke und Negev-Wüste) höchst unterschiedlich. Man erntet eine Vielzahl verschiedener Früchte wie Orangen, Zitronen, Feigen, Oliven, Weintrauben, Granatäpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Nüsse, Melonen und Pflaumen sowie Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Avocados und Zwiebeln. Zu den Bäumen, die dort wachsen, gehören unter anderem Dattelpalmen, die Jerusalem-Kiefer, der Ölbaum, Pinien und Zypressen, der Eukalyptus-Baum, Akazien und Mandelbäume. In Israel kann man aber auch Blumen wie Orchideen, Iris, Oleander, Krokus, Hyazinthen, Tulpen, Lilien, Anemonen und Narzissen finden.

Tierwelt
Die Tierwelt Israels ist vielfältig, auch wenn man dies in einem Land mit großen Wüstengebieten kaum erwartet. Giftige und gefährliche Tiere gibt es nur in der Negev-Wüste und an der Küste: die Palästina-Viper (90 bis 130 cm lang) und den Jericho-Skorpion.
Am See Genezareth sieht man gelegentlich Störche und Pelikane. An der Küste des Roten Meeres erstreckt sich ein buntes Korallenriff mit einer schillernden exotischen Fischwelt. In den Bergen Galiläas leben noch vereinzelt Steinböcke, ebenso in der Judäischen Gebirgswüste. Hier trifft man auch noch auf Luchse, Gazellen und Wildkatzen. In der Negev-Wüste leben Hyänen und Schakale, abgesehen von den gezüchteten Kamelen und Ziegen. Auch die Vogelwelt ist vielseitig: Es lassen sich Adler, Geier, Käuze, Nektarvögel, Schwalben und andere entdecken.
In Jerusalem gibt es einen Biblischen Zoo, in dem nur die Tiere leben, die in der Bibel erwähnt werden. Tierparks gibt es auch in Tel Aviv und Eilat, die “Safari” in Ramat Gan und das biblische Tierreservat Hai-Bar nördlich von Eilat. In Eilat gibt es auch eine der wenigen Unterwasser-Beobachtungsstationen der Welt.

Kulinarisches
Die israelische Küche besteht aus den besten orientalischen und westlichen Gerichten mit ihren jeweiligen eigenen Geschmacksnoten. Ungarisches Gulasch, russischer Borschtsch, Wiener Schnitzel, deutsches Bratenfleisch, amerikanische Hot-Dogs – alles findet man neben orientalischem Falafel, Tehina, Shashlik und Kebab oder typisch jüdischen Spezialitäten wie gehackte Leber und Hühnersuppe. Die israelischen Weine sind den europäischen ähnlich. Und es gibt eine große Auswahl lokaler Brandys und Liköre.
Ein Begriff, auf den man in Israel stößt, ist “koscher”. Damit ist die jüdische Art der Speisezubereitung gemeint. Deren Regeln unterscheidet drei Arten von Esswaren: unverarbeitete Naturprodukte (Nüsse, Früchte, Gemüse, Kaffee), Fleisch (von Paarhufern und Wiederkäuern), das nach bestimmten Vorschriften zubereitet werden muss, und unreine Produkte, die nicht gegessen werden dürfen (Fische ohne Flossen oder Schuppen, Krebse sowie z.B. Schweinefleisch). Milch, Sahne oder Käse dürfen nicht zusammen mit Fleisch serviert werden. Man findet aber neben koscheren Restaurants auch gastronomische Betriebe mit anderen Essenszubereitungsarten (beispielsweise arabische Betriebe).

Weitere Informationen
www.goisrael.de

Staatliches Israelisches Verkehrsbüro
Friedrichstraße 95
10117 Berlin
Tel: 030/ 2039970
Fax: 030/ 20399730
E-Mail: info@goisrael.de

Botschaft des Staates Israel
Auguste-Victoria-Straße 74-76
14193 Berlin
Tel.: 030/ 89045309
Fax: 030/ 89045519
E-Mail: consular1@berlin.mfa.gov.il

Comments are closed.