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Indien

14. Juli 2013 21:43    |    by Said El Batouty

Republik Indien

Lage/Geographie
Die Indische Bundesrepublik liegt in Südasien auf dem Indischen Subkontinent. Das Land grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an die Volksrepublik China und Nepal. Im Osten umschließt die Indische Bundesrepublik Bangladesch und grenzt dann an Myanmar (Birma) und den Golf von Bengalen, im Süden an den Golf von Manar und im Westen an das Arabische Meer.
Fläche: 3.287.263 km² mit Kaschmir und Sikkim.
Verwaltungsstruktur: 28 States (Bundesstaaten) und 7 Union Territories.

Hauptstadt
Neu-Delhi

Einwohner
Bevölkerung: ca. 1,241 Milliarden. Damit ist Indien nach der Volksrepublik China der zweitbevölkerungsreichste Staat der Erde.

Sprache
Die Nationalsprache ist Hindi. Es gibt noch circa 17 weitere Sprachen sowie die Amtssprache Englisch.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 1/2 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +3 1/2 Stunden).

Stromspannung
220 Volt, 50 Hz; ein Adapter wird benötigt

Telefon
Landesvorwahl: +91
NOTRUF: Polizei 100 (vom Mobiltelefon 112), Feuerwehr 101, Rettungsdienst 102.

Internet
Länderkürzel: .in
Internet ist in Indien weit verbreitet, wenngleich die Anzahl der Nutzer in Relation zur Bevölkerungsdichte recht gering ist. Die Verfügbarkeit hängt von der bereisten Region ab.

Kleidung
Dezente Kleidung, vor allem bei Frauen, ist angebracht. Kurze oder sehr enge Kleider sollten lieber vermieden werden. In heiligen Stätten muss man die Schuhe ausziehen.
Während der kühlen Jahreszeit (von Oktober bis März) empfiehlt es sich, leichte Kleidung mitzunehmen. Während dieser Zeit ist im nördlichen Teil Indiens wärmere Kleidung erforderlich. Bei einem Aufenthalt an der Küste empfiehlt sich, tagsüber leichte Kleidung zu tragen. Wenn man Indien außerhalb der kühlen Jahreszeit bereist, sollte man sehr leichte Kleidung mitnehmen und daran denken, dass die Kleidung wegen der Hitze oft mehrmals am Tag gewechselt werden muss. Ausgewählt werden sollten körperbedeckende, jedoch keine figurbetonenden Kleidungsstücke (insbesondere für den Besuch von heiligen Stätten). Auch beim Baden sollten Shorts für Männer sowie T-Shirts für Frauen getragen werden (ausgenommen touristische Badeorte wie Goa oder Mumbai).

Visum/Einreise
EU-Bürger benötigen zur Einreise einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass mit mindestens zwei freien Seiten, und ein Visum. Ein Rückreiseticket ist nicht zwingend erforderlich.

Wetter/Klimainformationen
In der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni werden üblicherweise die höchsten Temperaturen gemessen.
In Nord- und Zentralindien herrscht subtropisches Kontinentalklima mit starken Temperaturschwankungen. Die Regenzeit geht von Juni bis September. An die Monsunzeit schließt sich dann nochmals eine kurze Hitzeperiode an (meist in den Monaten September und Oktober). Im Binnenland (Delhi, Agra, Hyderabad) herrscht während der heißen Jahreszeit eine trockene Hitze.
In Südindien herrscht tropisches Klima. In der heißen Zeit von April bis Juni herrscht eine trockene Hitze.
In Südost-Indien ist die Regenzeit von Mitte Oktober bis Ende November. Entlang der Küste sind die heißen Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit verbunden.
Die großen Niederschlagsmengen, besonders entlang der Küste, verbunden mit häufigen Überschwemmungen, machen die Monsunzeit von Anfang Juni bis September/Oktober für Reisen nach und in Indien nur bedingt geeignet. In den Hochlagen gibt es kaum monsunbedingte Probleme.
Die Luftverschmutzung in Delhi ist sehr hoch (Delhi zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung aller Großstädte der Welt). Aus diesem Grund kann ein Aufenthalt in Delhi für Menschen mit Atmungs- und Kreislaufproblemen sehr ungünstig sein.

Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit ist von November bis März, in dieser Zeit sind die Temperaturen gemäßigt und es ist nicht mit Monsunregen zu rechnen. Ab April wird es sehr heiß, in den Sommermonaten in der Regel durch den Monsun sehr regnerisch.

Geld/Währung
Währungseinheit: Indische Rupie (INR)
1 Indische Rupie = 100 Paise
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 78 INR
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Die Einfuhr von Goldmünzen und -barren ist streng verboten (für Ausländer indischer Abstammung gelten andere Bestimmungen).
Einfuhr Landeswährung: verboten
Deklaration: Ja – schriftliche Deklaration bei der Einfuhr von Beträgen ab 5.000 USD in bar oder als Reiseschecks vorgeschrieben, empfohlen jedoch auch bei niedrigeren Beträgen.
Ausfuhr Fremdwährung: bar, Reiseschecks, Schecks etc. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: verboten. Ausnahme: Reisende nach Nepal ohne Beschränkung, jedoch nur Banknoten mit einem Nennwert bis höchstens 100 iR. Für Einwohner Indiens gelten andere Bestimmungen.
Internationale Kreditkarten: Ja – werden von größeren Geschäften, verschiedenen Autovermietern und großen Hotels akzeptiert.
Geldautomat: Ja – für Kreditkarten gibt es ausreichend Automaten in größeren Städten.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Die politische Geschichte Indiens liegt nach der Eroberung der Draviden im Jahre 3.000 v. Chr. für mehrere Jahrhunderte im Dunklen. Um etwa 1.200 v. Chr. wanderten Hirtenkrieger ein, welche die nordindische Ebene eroberten und das Kastensystem einführten. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. wirkte Buddha im heutigen Bihar. Alexander der Große führte 326 v. Chr. eine Expedition nach Nordindien. In der Folgezeit bestanden dort mehrere Großreiche, darunter die Maurya-Dynastie und das Gupta Reich. Schon 732 n.Chr. wurde Sind von den Arabern unterworfen, aber erst um 1200 kam es dort zu einer islamischen Staatenbildung. Unter der Mogulherrschaft Akbars wurde fast ganz Indien zu einem Reich vereint. Das Mogulreich erreichte seine kulturelle Blüte und die indisch-sarazenische Architektur wurde ausgebildet, deren berühmtestes Beispiel das Taj Mahal ist. Erst durch das Eindringen afghanischer Eroberer sowie der Europäer (Portugiesen, Niederländer, Franzosen, Briten) im 18./19. Jahrhundert änderten sich die Machtverhältnisse. 1858 wurde Indien direkt der britischen Krone unterstellt. Unabhängigkeitsbestrebungen, die sich beispielsweise im Großen Indischen Aufstand von 1857/58 entluden, folgten Perioden brutaler Unterdrückung durch die Truppen der britischen Kolonialmacht. Aber auch Gewalt konnte nicht verhindern, dass 1885 in Puna der Indian National Congress gebildet wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg (an dem indische Einheiten an der Seite Großbritanniens teilnahmen) führte Mahatma Gandhi eine Bewegung des Zivilen Ungehorsams an und rief zum Boykott britischer Waren auf. 1947 wurden Indien und Pakistan (seit 1940 geteilt) in die Selbstständigkeit entlassen. Streitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, bei denen es hauptsächlich um die Provinz Kaschmir ging, entluden sich von 1947 bis 1949 sowie 1965. In den 70er Jahren unterstützte Indien die staatliche Verselbstständigung Ostpakistans zu Bangladesch. Die nachfolgende Periode war gekennzeichnet durch immer wieder auflebende religiöse Konflikte wie etwa die Autonomiebestrebungen radikaler Sikhs im Punjab, die blutig niedergeschlagen wurden. Der Dauerkonflikt zwischen Hindus und Moslems entlud sich 1992/1993 in blutigen Unruhen. Auch in der Beziehung zu Pakistan treten immer wieder Streitigkeiten auf.

Religion
Am weitesten verbreitet ist der Hinduismus (rund 80%), daneben gibt es auch Muslime (rund 13%), Christen, Sikh und Buddhisten.

Vegetation
Aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen ist die Landschaft Indiens sehr vielfältig. Im Süden gibt es tropische Regenwälder, im Himalaya Hochgebirgsvegetation und große Wälder. Auch der Nordosten Indiens ist dicht bewaldet, charakteristisch sind hier Feuchtwälder. Typische Pflanzenarten Indiens sind Bambus und Mangroven, die an der Ostküste wachsen.

Tierwelt
Die Kuh gilt in Indien als heilig. Entstanden ist diese Besonderheit durch die herausragende Bedeutung, die Rinder beim Ackerbau hatten, wo sie zur Bodenbestellung unerlässlich waren. Diese lebenserhaltende Funktion wandelte sich durch den buddhistischen Einfluss der Nichtverletzung des Lebens schließlich in ein Tötungsverbot für Rinder.
Der bengalische Tiger ist durch die inzwischen verbotene Jagd ziemlich dezimiert worden, es werden nur noch etwa 6.000 Tiere in Indien vermutet. Zum Schutz der Tiere und ihres Lebensraumes gibt es inzwischen einige Reservate. Darüber hinaus gibt es in Indien aber auch noch andere Großkatzen, darunter Löwen, Leoparden und Geparden. Mit etwas Glück kann man im westindischen Gir-Reservat oder im Kumbhalgarh-Schutzgebiet Lippenbären beobachten. Elefanten werden nach wie vor zur Waldarbeit eingesetzt. Affen kann man fast überall sehen. Einige Rhesusaffen genießen in Tempeln besonderen Schutz und leben zum Teil sogar in den Städten. Der Pfau ist der indische Nationalvogel und wird gerne als Haustier gehalten. Der inzwischen auch in Europa gut bekannte Beo wird gern in Gefangenschaft gehalten, da er außerordentlich gut sprechen kann. Seine Stimme ist durchdringend, und er kann Geräusche täuschend echt nachmachen. Termiten fallen vor allem durch ihre rostroten Hügel auf. In diesem komplizierten Konstrukt aus Lehm, Holzresten und Speichel leben bis zu drei Millionen Termiten. Besonders schön sind die Schmetterlinge, deren größter Vertreter eine Spannweite bis zu 20 cm aufweisen kann.

Kulinarisches
Charakteristisch für Indien sind die besonderen Gewürze, vor allem bei der Zubereitung von indischem Curry, einer würzigen Soße, die in den verschiedenen Regionen Indiens sehr unterschiedlich zubereitet wird. Weit verbreitet sind würzige Gemüsegerichte, da viele Hindus Vegetarier sind. Im Norden gibt es auch öfter Fleisch, zum Beispiel Lammcurry. Eine nordische Spezialität sind auch Tandoori-Gerichte (mariniertes Huhn, Fleisch oder Fisch, im Tonofen gebacken) und Kebabs. Als Beilage gibt es meist Dhal, eine scharfe Linsensuppe, oder Dhai, einen Joghurt, der die Schärfe im Essen etwas abmildert. Nachspeisen werden meist aus angedickter Milch, Honig, Ghee, Nüssen und Sirup zubereitet. Das beliebteste Getränk ist Tee, der mit Milch und Zucker getrunken wird. Auch Lassi oder Kokosmilch werden oft getrunken. Alkohol wird nicht in allen Regionen ausgeschenkt.

Weitere Informationen
www.india-tourism.de

India Tourist office Frankfurt (Regional Office for Europe)
Baseler Str. 48
D-60329 Frankfurt
Tel: 069/ 2429490
Fax: 069/ 24294977

Botschaft der Republik Indien
Tiergartenstraße 17
10785 Berlin
Tel.: 030/ 25795102
Fax: 030/ 25795620
www.indianembassy.de
consular@indianembassy.de

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