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China

15. Juli 2013 12:24    |    by Said El Batouty

Volksrepublik China

Lage/Geographie
Gemessen an der Fläche und der Bevölkerungszahl gehört die Volksrepublik China zu den größten Ländern der Welt. China liegt in Ostasien und hat insgesamt 14 Nachbarländer, darunter Russland, Vietnam, Indien und Pakistan. Im Osten und Südosten grenzt China an das Gelbe Meer, das Ostchinesische Meer und das Südchinesische Meer. Die größten Flüsse Chinas sind der Der Gelbe Fluss (Huang He) und der Yangtse Kiang (Chang Jiang. Etwa ein Drittel des Landes besteht aus Gebirgen. darunter der Himalaja, die Altai-Berge, die Tianshan-Berge und die Kunlun-Berge. An der Grenze zu Nepal befindet sich außerdem der berühmte Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Erde.
Fläche: 9.572.395 km².
Verwaltungsstruktur: 23 Provinzen (einschließlich Taiwan), 5 autonome Regionen, 4 Stadtbezirke (Peking, Tianjin, Shanghai, Chongqing) und 2 Sonderverwaltungsregionen (Hongkong, Macau).

Hauptstadt
Peking (Beijing)

Einwohner
Bevölkerung: ca. 1,4 Milliarden.
Städte: Beijing (Peking; Hauptstadt) ca. 13,2 Millionen, Shanghai ca. 15 Millionen, Guangzhou (Kanton) ca. 8,8 Millionen, Tianjin (Tientsin) ca. 7,2 Millionen, Wuhan ca. 7,2 Millionen, Hongkong (Sonderverwaltungsregion) ca. 7,1 Millionen, Chongquing ca. 6,5 Millionen, Shenyang ca. 4,8 Millionen, Xi`an ca. 4 Millionen, Nanjing (Nanking) ca. 3,7 Millionen, Harbin ca. 3,7 Millionen, Changchun ca. 3,2 Millionen, Macau (Sonderverwaltungsregion) ca. 552.300, Lhasa (Hauptstadt von Tibet) ca. 300.000.

Sprache
Chinesisch (Putonghua bzw. Guoyu). Daneben existieren zahlreiche Dialekte sowie Sprachen, die in autonomen Gebieten auch als Amtssprache zugelassen sind (dazu gehören z. B. Tibetisch, Uigurisch und Mongolisch).
Englisch ist als Geschäftssprache üblich. Außerhalb der Geschäftswelt und der Touristenzentren ist jedoch nur mit geringen oder gar keinen Englischkenntnissen zu rechnen.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +7 Stunden
Während der europäischen Sommerzeit +6 Stunden.

Stromspannung
Landesweit 220 V, 50 Hz; ein Adapter wird benötigt

Telefon
Landesvorwahl: +86
NOTRUF: Polizei 110, Verkehrspolizei 122, Unfallrettung 120, Feuerwehr 119

Internet
Länderkürzel: .cn
Die Internetabdeckung in den Städten Chinas ist gut, allerdings steht das Netz unter staatlicher Kontrolle, daher sind viele Seiten, die das Regime als regierungskritisch betrachtet, gesperrt oder zensiert.

Kleidung
Die Chinesen sind eher zurückhaltend und reserviert, meist sehr höflich und weniger direkt. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand, manchmal wird auch applaudiert, in dem Fall applaudiert man zurück. Die Kleidung sollte zurückhaltend und nicht zu freizügig sein. Bei einem Tempelbesuch sollten Schultern und Knie immer bedeckt sein.

Visum/Einreise
Visum erforderlich, notwendig ist dazu u.a. der mindestens 6 Monate gültige Reisepass. Antragsdauer ca. 4 Arbeitstage.
Tibet-Reisende benötigen zusätzlich eine Sondergenehmigung des tibetischen Fremdenverkehrsamtes.
Alle Wertgegenstände wie Uhren, Kameras, Schmuck etc. müssen bei der Einreise deklariert werden. Bei der Abreise muss eine Kopie der Deklaration vorgelegt werden.

Wetter/Klimainformationen
China ist sehr groß und hat deshalb auch die unterschiedlichsten Klimaverhältnisse aufzuweisen. Im Nordosten, dem Gebiet Shenyang/Harbin, schwanken die Temperaturen, die jeweils im Sommer und Winter gemessen werden, kaum. So klettert das Thermometer im Januar auf durchschnittliche Temperaturen von -12 bzw. -19°C und im Sommer auf Temperaturen von 21-25 bzw. 20-23°C.
In BEIJING dagegen liegen im Januar und Februar die durchschnittlichen Temperaturen bei -4,6/-2,2°C und es kann sein, dass es auch noch im März schneit. In den Monaten von Mai bis August steigen die Temperaturen im Durchschnitt auf 20 bis 26°C. Im Allgemeinen sind die Sommer in dieser Gegend sehr heiß, und es wird üblicherweise eine hohe Luftfeuchtigkeit gemessen. Im Juli und August kommt es außerdem oft zu starken Regenfällen. Der Frühling und der Herbst sind hier die beste Reisezeit.
Die Städte CHONGQING, NANJING und WUHAN am Yangtse sind im Sommer sehr heiß, und es regnet oft sehr stark.
SHANGHAI hat ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit aufzuweisen. Der heißeste Monat ist der August mit Temperaturen um die 35°C. Von Dezember bis März ist es verhältnismäßig kühl, im Schnitt werden 4-8°C gemessen. Mit Regen ist immer zu rechnen.
Im SÜDEN (ab Xiamen, in Guilin, Guangzhou) ist das Klima fast subtropisch. Die Temperaturen, die dort während der Wintermonate gemessen werden, sinken nie unter 10°C. Im Sommer ist es üblicherweise sehr heiß. Die Temperaturen liegen dann bei etwa 30°C. Die Luftfeuchtigkeit ist das ganze Jahr über sehr hoch. Die geringste Regenmenge fällt in den Monaten von Dezember bis Januar.

Beste Reisezeit
Die meisten Regionen des Landes können das ganze Jahr über bereist werden. Die besten Monate für eine Chinareise sind aber April bis Juni und September bis November. Im Frühling und Herbst ist das Klima geprägt von milden Temperaturen und wenig Regen.

Geld/Währung
Währungseinheit: Chinesischer Renminbi „Renminbi ¥uan“ (CNY oder ¥uan)
1 Renminbi ¥uan = 10 Jiǎo = 100 Fēn
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 8 RMB.¥

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt
Einfuhr Landeswährung: bis zum Betrag von 20.000 ¥uan
Deklaration: Ja – bei der Einfuhr von Fremdwährungen über 5.000 USD
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.
Ausfuhr Landeswährung: bis zum Betrag von 20.000 Yuan
Internationale Kreditkarten: Ja – werden von größeren Hotels der Großstädte und Touristenzentren sowie in weiteren für ausländische Reisende eingerichteten Geschäften akzeptiert. Im Landesinneren ist Barzahlung erforderlich.
Geldautomat: Ja – in größeren Städten vorhanden. Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an einigen Geldautomaten möglich.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Die Geschichte und Kultur Chinas lässt sich ab dem Jahr 2000 v.Chr. bis zum heutigen Tag nahtlos verfolgen. Anhand der Regierungszeit bestimmter Herrscherfamilien, auch Dynastien genannt, ist die Zeit von 2200 v.Chr. bis 1911 n.Chr. in zwölf Epochen eingeteilt. Die erste Dynastie, die Xia-Dynastie,legt man auf die Zeit von 2100 bis 1700 v. Chr. fest. Mit der Zhou-Dynastie begann 1100 v. Chr. Chinas klassisches Zeitalter, in dem unter anderem auch der Konfuzianismus und der Daoismus entstanden, die beiden großen Religionen Chinas. Bereits in der Qin-Dynastie (221 bis 207 v.Chr.) gab es eine einheitliche Schrift. In dieser Zeit wurde auch mit dem Bau des bekanntesten chinesischen Bauwerks, der Großen Chinesischen Mauer begonnen.
1280 bis 1368 (während der Yuan-Dynastie) wurde China weltweit bekannt. Es war Marco Polo, der zu dieser Zeit von seinen Reisen Erstaunliches aus dem Chinesischen Reich ins mittelalterliche Europa brachte. Die letzte Dynastie war die Qing-Dynastie (1644 bis 1911). 1911/12 schafften es bürgerliche Kräfte mit Hilfe rebellierender Truppen die herrschende Qing-Familie zu stürzen und eine Republik zu gründen. Der letzte Kaiser Pu Yi dankte am 12. Februar 1912 ab. 1916 zerfiel China in eine Reihe einzelner Territorien. Militärführer, sogenannte Warlords, hatten in ihnen die Macht und führten gegeneinander Krieg. 1923 schlossen die Nationalpartei (KTM) und die 1921 entstandene Kommunistische Partei (KP) ein Bündnis, um gemeinsam gegen die Warlords vorgehen zu können. Doch schon bald brach das Bündnis wieder und der Bürgerkrieg gegen die Warlords ging in einen Bürgerkrieg zwischen KTM und KP über. 1931 nutzte Japan die Wirren in China und besetzte die Mandschurei. 1937 begann dann der zweite Chinesisch-Japanische Krieg, bei dem es Japan vor allem darum ging, sich für die eigene Industrie die Bodenschätze Chinas zu sichern. Der Druck Japans führte dazu, dass sich die zwei großen Parteien, die sich kurz vorher noch in einem Bürgerkrieg bekämpft hatten, wieder zusammenschlossen. Der Krieg gegen Japan endete allerdings erst, als Japan 1945 kapitulierte, denn selbst mit vereinten Kräften von KTM und KP war es unmöglich gewesen, die Japaner zu schlagen. 1949 wurde das ganze Land kommunistisch. Es war Mao Tse-tung, der am 1. Oktober 1949 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die Volksrepublik China ausrief.

Religion
In China findet man die unterschiedlichsten Religionen: Viele Anhänger haben der Buddhismus und Taoismus, auch der Islam ist in China vertreten. Die Glaubensfreiheit ist in China in der Verfassung garantiert. Das gilt auch für das Christentum, mit dem China erstmals im 13. Jahrhundert in Berührung kam.

Vegetation
China ist nach Malaysia und Brasilien das Land mit der drittgrößten Pflanzenvielfalt. Es gibt zahlreiche Moosfamilien und Nadelbaumarten, etwas exotischer ist der Urwelt-Mammutbaum. In China wachsen außerdem mehr als 2.00 essbare Pflanzenarten; über 3.000 Pflanzen werden in der Medizin eingesetzt, zum Beispiel der Ginseng.

Tierwelt
Im Nordosten des Landes leben Tiere wie der Elch, die Waldziegen-Antilope, das Ren, aber auch der Sibirische Tiger und der Amur-Leopard. Im Süden trifft man subtropische und tropische Tierarten wie den einst weit über Südchina verbreiteten Wildelefanten, das Java-Nashorn, den Bindewaran, sowie auch Tiger und Leoparden an. In der Provinz Xinjiang leben die einzigen echten Urpferde, die es heute in freier Wildbahn noch gibt: die Przewalski-Pferde.
Zu den Raritäten der chinesischen Tierwelt gehören der am Unterlauf des Yangzi lebende Chinesische Alligator, genauso wie der bis zu 160 cm lang werdende Chinesische Riesensalamander, der der größte der Welt ist. Den Chinesischen Flussdelphin findet man besonders häufig in den Süßgewässern zwischen dem Dongting-See und dem Unterlauf des Yangzi.
Der Pandabär, auch Großer Panda oder Riesenpanda genannt, steht seit einem halben Jahrhundert unter besonderem Schutz und kann heute in zwölf Reservaten ungestört leben. Auch in den zoologischen Gärten fast aller chinesischer Großstädte ist er zu Hause.

Kulinarisches
Die chinesische Küche ist sehr vielfältig und lässt sich in vier Regionen unterteilen: Typisch für die nordchinesische Küche sind Teigwaren und würzige Soßen; vieles wird frittiert (die Peking-Ente gehört z.B. dazu). In Südchina wird eher gekocht oder gedünstet; neben Hühner-, Schweine- und Rindfleisch werden auch Schlangen, Hunde, Katzen und Schildkröten verzehrt. Die ostchinesische Küche ist geprägt von sauer eingelegten Früchten und Gemüsesorten, typisch sind auch scharfe Suppen, Meeresfrüchte und Nudeln. Auch die westchinesische Küche ist recht scharf; Spezialität ist Huhn in Sojasoße mit Erdnüssen.
Die meisten Gerichte werden mit gedünstetem Reis serviert. Typische Getränke sind grüner Tee, aber auch Reiswein und Reisschnaps.

Weitere Informationen
www.china-tourism.de

Fremdenverkehrsamt der Volksrepublik China
Ilkenhansstraße 6
60433 Frankfurt am Main
Tel.: 069/ 520135
Fax: 069/ 528490
E-Mail: info@china-tourism.de

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