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Jordanien

13. Juli 2013 21:55    |    by Said El Batouty

Haschemitisches Königreich Jordanien

Lage/Geographie
Das Königreich Jordanien liegt in Vorderasien; Nachbarländer sind Israel, die palästinensischen Autonomiegebiete im Westjordanland, Syrien, den Irak und Saudi-Arabien. Im Nordwesten des Landes liegt das Tote Meer und im Südwesten hat es durch das Rote Meer eine Seegrenze zu Ägypten. Der Großteil von Jordanien, vor allem der Osten, besteht aus Wüste. Der Jordan bildet die Grenze zwischen Jordanien und Israel, er fließt vom Toten Meer in den See Genezareth.

Fläche: 89.342 km².
Verwaltungsstruktur: 12 Governorates.

Hauptstadt
Amman

Einwohner
Bevölkerung: ca. 6,4 Millionen.
Städte: Amman (Hauptstadt) ca. 1,3 Million, Zarqa 481.300, Irbid 300.300, Ar-Rusayfah ca. 277.300, Al-Quwaysimah ca. 168.800, Wadi as-Sir ca. 152.000, Tila al Ali ca. 141.000, Aqaba ca. 106.800

Sprache
In Jordanien wird Arabisch gesprochen. Im Geschäftsverkehr spricht man oft auch Englisch.

Zeitverschiebung
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde
Da auch Jordanien Sommerzeit hat (ab dem letzten Drittel im April bis Ende September), bleibt, von wenigen Wochen abgesehen, der Zeitunterschied immer erhalten.

Stromspannung
220 V, 50 Hz; ein Adapter ist ratsam

Telefon
Landesvorwahl: +962
NOTRUF: Polizei 192; Erste Hilfe 193, Feuerwehr 199

Internet
Länderkürzel: .jo
Internetcafés gibt es in den größeren Hotels und zum Teil sehr zahlreich in den größeren Städten, unter anderem in Amman, Aqaba, Irbid, Jerash und Jordan. In Irbid gibt es in einer Straße gleich über 100 Internet-Cafés.

Kleidung
In der Zeit von Mai bis Oktober sollte man Sommerkleidung mitnehmen. Übergangskleidung ist in den Monaten April und November zu empfehlen und Winterkleidung braucht man in der Zeit von Dezember bis März. Obwohl in Aqaba und im Jordantal die Temperaturen etwas über denen in Amman und den Wüstengebieten liegen, ist im Winter auch hier wärmere Kleidung angebracht. Wärmere Kleidung ist auch bei Übernachtungen in der Wüste ganzjährig notwendig, da es nachts dort stark abkühlt. Festes Schuhwerk sollte man grundsätzlich bei Ausflügen in die Wüste und nach Petra tragen.
Im Allgemeinen sollte eine allzu freizügige Bekleidung (schulterfreie Oberbekleidung, Miniröcke, Shorts) vermieden werden.

Visum/Einreise
Für die Einreise werden ein gültiger Reisepass, ein Visum und ein Rückreiseticket benötigt. Visa werden am Flughafen in Jordanien ausgestellt, können aber auch schon vor der Reise beantragt werden.

Wetter/Klimainformationen
Jordanien hat überwiegend Mittelmeerklima, obwohl die klimatischen Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen während der Jahreszeiten beträchtlich sind.
Der jordanische Sommer, der sich von Mai bis Oktober erstreckt, ist sonnig, heiß und trocken. Das Jordantal hat subtropisches Klima mit über 40°C im Sommer. Süd- und Ostjordanien hat Wüsten- und Steppenklima mit Temperaturen an die 50°C und sehr trockenen Sommermonaten. Das Hochland ist gemäßigter mit 35-40°C im Sommer. Nachts kühlt es im Hochland auf angenehme Temperaturen ab, in Wüstengebieten kann es auch sehr stark abkühlen.
Der Winter, der sich von Dezember bis März erstreckt, ist regenreich bei Tagestemperaturen zwischen 0 und 15°C. An sonnigen Tagen können auch 25°C erreicht werden. Im Jordantal und in Aqaba ist das Klima etwas milder.

Beste Reisezeit
Die Region am Toten Meer kann das ganze Jahr über gut bereist werden. Der restliche Teil des Landes bietet sich von März bis Mai und von Oktober bis November für eine Reise an. Im Winter ist es im Norden am angenehmsten. Von Juni bis September kann es in Jordanien, vor allem in den Wüstengebieten, sehr heiß werden.

Geld/Währung
Währungseinheit: Jordanischer Dinar (JD)
1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster
Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 0,87 JD

Devisenbestimmungen/Umtausch
Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.
Einfuhr Landeswährung: nur in kleinen Mengen (maximal ca. 50 Euro)
Deklaration: Ja – bei der Einfuhr von Fremdwährung im Wert von über 15.000 JD
Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr
Ausfuhr Landeswährung: bis zu 300 JD
Internationale Kreditkarten: Ja – (Visa, EuroCard/MasterCard) werden in den großen Hotels (bei Buchung abklären), Restaurants und Geschäften (Gebühren) akzeptiert.
Geldautomat: Ja – in größeren Städten sind ATM-Maschinen für das Abheben von Bargeld mit Kreditkarte vorhanden.

Land und Leute
Geschichte/Politik
Die Jordanier sehen in Jordanien nach wie vor das gelobte Land der Bibel. Viele Ansiedlungen haben dort noch heute Namen, die direkt aus einem Ortskatalog der Heiligen Schrift stammen könnten. So verläuft auch die Geschichte Jordaniens streckenweise durchaus parallel zur biblischen Geschichte. Die ersten Einwanderungswellen entsprechen beispielsweise dem alttestamentarischen Zug Abrahams zum westjordanischen Hebron. Und als im 13. vorchristlichen Jahrhundert die Israelis unter Moses ins Gelobte Land zogen, trafen sie auf zahlreiche Stämme, von denen in Jordanien noch heute die Rede ist.
Jahrhundertelang gab es gewaltige Machtkämpfe in diesem Gebiet; lange Zeit war Jordanien ein Teil des osmanisch-türkischen Reichs. Im ersten Weltkrieg boten die Alliierten den Jordaniern für deren Kooperation gegen die Türken die Unabhängigkeit an. Stattdessen aber wurde Jordanien nach dem Krieg, 1918, ein britisches Mandat. Erst 1946 wurde Jordanien unabhängig und ist seit 1950 ein haschemitisches aber durchaus modernes Königreich mit konstitutioneller Monarchie.

Religion
In Jordanien ist der Islam Staatsreligion. Mehr als 94 Prozent der Menschen sind sunnitische Muslime, außerdem gibt es christliche und schiitische Minderheiten.

Vegetation
In den Steppen und Trockengebieten gibt es große Grasflächen und spärliche Dornsträucher. Früher war das Land stark bewaldet, inzwischen bemüht man sich um die Aufforstung mit Kiefern, Akazien, Eichen und Zypressen.

Tierwelt
Im Jordantal sieht man viele Wildschweine und in den Wüstengegenden ganze Herden von Gazellen. Insgesamt sind es rund hundert Arten von Säugetieren, die hier leben. Viele Arten sind aus Nachbarländern (sogar aus Indien) zugewandert. Vögel sind selten geworden. Außerhalb dicht besiedelter Gebiete gibt es noch Reiher und Pelikane, Aas- und Mönchsgeier. In Wüstenregionen trifft man auf Meropsvögel mit ihrem grünschillernden Gefieder, in den Steppen auch auf Wachteln und Rebhühner.

Kulinarisches
Die Jordanier sind außerordentlich gastfreundlich – selbst im Vergleich zu anderen arabischen Kulturen. Es kommt oft vor, dass Jordanier fremde Touristen zum Essen nach Hause einladen. Man darf dieser Einladung ruhig folgen. Zur jordanischen Küche gehört eine riesige Menge von Vorspeisen, die “Mezzeh” (insgesamt heißt das Vorspeisen-Angebot “Mezah”). Da gibt es Fladenbrot, Kichererbsen-Pürree, Teigbällchen mit Fleisch- und Zwiebelfüllung, braune Bohnen mit Knoblauch, Salate, Gerichte aus Lammfleisch mit Joghurtsoße – eine Mezah ist eigentlich ein komplettes Essen. Im Restaurant kann man es durchaus dabei bewenden lassen. Doch zusätzlich werden Hauptgerichte angeboten: Mansaf (Jordaniens Nationalgericht – Lammfleisch auf Reis mit Joghurtsoße), Kebabs (über Holzkohlenfeuer gegrilltes Fleisch von Lamm, Rind oder Hähnchen), Farooj (Hähnchen am Spieß) und vieles andere. Dazu kommen zahlreiche Süßspeisen.
Man trinkt vor allem Kaffee und Tee, doch gibt es auch Wein und gutes Bier. Beliebt ist Araq, ein Anisschnaps, den man mit Eis und Wasser trinkt.

Weitere Informationen
www.de.visitjordan.com

Botschaft des Haschemitischen Königreichs Jordanien
Heerstraße 201
13595 Berlin
Tel.: 030/ 36996011
Fax: 030/ 36996015

Honorarkonsulat des Haschemitischen Königreichs Jordanien
Neuer Zollhof 1
40221 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 3236830
Fax: 0211/ 1380602

Honorarkonsulat des Haschemitischen Königreichs Jordanien
An der Ringkirche 6
65197 Wiesbaden
Tel.: 0611/ 4507775
Fax: 0611/ 450773

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